Dart-Regeln im Überblick

Die wichtigsten Spielregeln im Darts einfach erklärt

Mann wirft Dartpfeil auf Dartscheibe

Egal, ob im eigenen Hobbyraum, in der Kneipe oder im Verein – Dart spielen kann jeder. Wir erklären Ihnen die wichtigsten Dart-Regeln für Anfänger und Profis. Außerdem erfahren Sie, welches Equipment Sie brauchen und welche Abstände Sie nach offiziellen Dart-Spielregeln einhalten müssen.

Inhalt:

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Grundausstattung im Darts: Das brauchen Sie

Darts gehört zu den Trendsportarten schlechthin. Spätestens seit der WM 2023, bei der mit Gabriel Clemens erstmalig ein deutscher Dartspieler bis ins Halbfinale kam, ist der Sport in aller Munde. Sie möchten es selbst ausprobieren? Dann haben wir gute Nachrichten: Zum Dartspielen brauchen Sie nicht viel. Wir erklären Ihnen, welches Equipment nötig ist und was Sie in Bezug auf Pfeile, Dartscheibe & Co. beachten müssen.

Eins vorab: Es gibt im Darts zwei Spielvarianten, die unterschiedliches Equipment erfordern. Entscheiden Sie sich also als Erstes, ob Sie Steeldart oder Softdart (auch E-Dart) spielen möchten. Einen Überblick zu den Unterschieden erhalten Sie im Folgenden.

Übrigens:

Im deutschsprachigen Raum kursieren die Bezeichnungen „Dart“ und „Darts“. Welche davon die richtige ist, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen. Eine eindeutige Zuordnung ist möglich, wenn es um die Pfeile geht – ein Pfeil ist ein „Dart“ und mehrere Pfeile sind „Darts“. Für die Sportart an sich sind im Duden beide Begriffe aufgeführt. Es gibt hier also kein Richtig oder Falsch.

Die Dartscheibe: E-Dart vs. Steeldart

Das Herzstück beim Dartsport ist die Dartscheibe. Diese zwei Arten von Dartboards gibt es:

  • elektronische Dartscheibe (für Softdart bzw. E-Dart)
  • Steeldartscheibe (für Steeldart)
  • Elektronische Dartscheiben

    Die elektronische Dartscheibe ist in der Regel aus Plastik oder PVC gefertigt. Der Zielbereich besteht aus vielen kleinen Löchern, in denen die geworfenen Pfeile steckenbleiben. Das Besondere: Die elektronische Dartscheibe zählt die Punktzahlen automatisch und zeigt die Ergebnisse auf einem kleinen Display an. Das selbstständige Rechnen ist damit hinfällig.

    Aus diesem Grund sind elektronische Dartboards vor allem im Hobbybereich sehr beliebt. Sie eignen sich für Einsteiger, Kinder und alle, die nicht selbst rechnen möchten. Daher sind die Scheiben häufig als Dartautomaten in Kneipen oder Spielhallen zu finden. Allerdings gibt es auch Turniere im E-Dart.

    elektronische Dartscheibe mit drei Pfeilen im Bullseye
    Eine elektronische Dartscheibe zählt automatisch die geworfene Punktzahl – so müssen Dartspieler nicht selbst rechnen.

    Steeldartscheiben

    Die klassischen Steeldartscheiben bestehen häufig aus Sisalfasern. Die zusammengepressten Fasern sind sehr beweglich, weshalb sich die kleinen Löcher von den Pfeilspitzen in der Regel von selbst wieder verschließen. Andere Materialien wie Kork oder Papier sind weniger langlebig.

    Der große Unterschied zu einer elektronischen Dartscheibe liegt bei einer Steeldartscheibe im Rechnen. Dartspieler müssen die geworfene Punktzahl zählen und je nach Spielmodus mit ihr weiterrechnen. Das erfordert einiges an Übung. Daher raten wir Anfängern: Nehmen Sie Zettel und Stift zur Hilfe.

    Übrigens:

    Im Profibereich kommen häufig Steeldartscheiben zum Einsatz – so zum Beispiel auch bei der Darts-WM.

    Die Dartpfeile

    Auch bei den Dartpfeilen gibt es Unterschiede zwischen Softdart und Steeldart, insbesondere in Bezug auf Material, Maße und Gewicht:

    • Softdart-Pfeile haben eine Spitze (Tip) aus Kunststoff. Sie wiegen maximal 21 Gramm und sind höchstens 16,8 Zentimeter lang.
    • Bei Steeldart-Pfeilen sind Spitzen aus Stahl üblich. Für sie gilt ein Maximalgewicht von 50 Gramm und eine Länge von höchstens 30,5 Zentimetern. In der Praxis werden diese Begrenzungen allerdings so gut wie nie ausgereizt.

    So ist die Dartscheibe aufgebaut

    Elektronische Dartscheiben und Steeldartscheiben sind immer gleich aufgebaut. Es gibt 20 gleich große Segmente, die jeweils für einen Zahlenwert von 1 bis 20 stehen. Die Zahlen sind dabei nicht chronologisch, sondern in einer gemischten Reihenfolge angeordnet.

    • Es gibt zwei Ringe, die durch alle Segmente verlaufen.
    • Auf dem äußeren Ring liegen die Double-Felder, die den zugehörigen Zahlenwert verdoppeln.
    • Im inneren Ring befinden sich die Triple-Felder.Ein Treffer in diesem Bereich verdreifacht den entsprechenden Wert.
    • Zudem liegt in der Mitte der Dartscheibe das sogenannte Bullseye, das 50 Punkte zählt.
    • Darum befindet sich ein kleiner grüner Ring – das Single Bull oder nur Bull – das einen Wert von 25 Punkten hat.

    Gut zu wissen:

    Die höchstmögliche Punktzahl, die Sie mit einem Wurf erreichen können, liegt nicht etwa im Bullseye, sondern auf der dreifachen 20. Diese ergibt insgesamt 60 Punkte, das Bullseye dagegen nur 50.
    Dartscheibe an Holzwand
    Eine Dartscheibe ist in unterschiedliche Segmente aufgeteilt, denen jeweils ein Wert zugeordnet ist.

    Entfernungen & Abstände nach offiziellen Dart-Regeln

    Im Darts sind die Abstände und die Höhe der Dartscheibe vorgegeben. Unterschiede zwischen Steeldart und Softdart gibt es seit 2016 nicht mehr. Hier sind die wichtigsten Eckdaten:

    • Höhe: Die Dartscheibe sollte so hängen, dass sich die Mitte des Bullseye in einer Höhe von 1,73 Metern befindet.
    • Abstand: Von der Dartscheibe bis zur Abwurflinie (Oche) beträgt der vorgegebene Abstand nach Dart-Regeln 2,37 Meter.
    • Diagonale: Daraus ergibt sich eine diagonale Entfernung von 2,93 Metern von der Abwurflinie bis zur Mitte des Bullseye.

    Unser Tipp:

    Schützen Sie Wand und Boden um die Dartscheibe herum. So vermeiden Sie Schäden, falls mal ein Pfeil daneben geht oder abprallt. Es gibt spezielle Matten für den Boden und sogenannte Surrounds für die Wand, die für diese Zwecke ideal geeignet sind.

    Dart-Regeln einfach erklärt

    Egal, ob Sie selbst zu Dartpfeilen greifen oder gebannt ein Turnier vor dem Bildschirm verfolgen – es ist immer von Vorteil, die Dart-Spielregeln zu verstehen. Es gibt verschiedene Spielvarianten , für die jeweils spezifische Regeln gelten. Zu den bekanntesten Spielmodi gehören 501, Cricket oder Shanghai.

    Darüber hinaus sind einige Dart-Regeln allgemeingültig, diese stellen wir Ihnen im Folgenden vor:

    • Jeder Spieler hat drei Pfeile, die er nacheinander auf die Dartscheibe wirft. Das Werfen dieser drei Darts bezeichnet man als „Wurf“ oder „Aufnahme“. Anschließend ist der nächste Spieler an der Reihe.
    • Für jeden Pfeil haben Dartspieler maximal eine Minute Zeit.
    • Der Abwurf erfolgt hinter der Abwurflinie (Oche). Dabei muss mindestens ein Fuß den Boden berühren.

    Tipp:

    Sehen Sie in unserem Video die wichtigsten Dart-Spielregeln kompakt zusammengefasst:

    Ausbullen: Wer beginnt das Spiel?

    Das „Ausbullen“ entscheidet im Darts, wer das Spiel beginnt. Es funktioniert folgendermaßen: Beide Dartspieler werfen einen Pfeil auf das Dartboard. Wer näher am Bullseye liegt, oder es sogar trifft, der darf beginnen. Wenn beide das Bullseye oder Single Bull treffen, gibt es eine Wiederholung.

    Wer gewinnt: Sets & Legs

    Wann ein Dartspiel gewonnen ist, hängt vom Spielmodus und weiteren Faktoren ab. Der typische Ablauf lässt sich gut am Beispiel der 501-Spielvariante erklären, die auch bei der Darts-WM gespielt wird:

    • Beide Spieler starten bei einem Wert von 501 Punkten. Ein Spieler wirft drei Pfeile hintereinander auf das Dartboard. Die erreichte Punktzahl wird vom Ausgangswert abgezogen. Dann ist der nächste Spieler mit drei Pfeilen am Zug.
    • Das Vorgehen wiederholen die Spieler, bis der erste genau 0 Punkte erreicht. Dieser Spieler gewinnt ein sogenanntes Leg.
    • Hinweis: Ist beim letzten Dart die geworfene Punktzahl höher als der verbleibende Rest, dann hat sich der Spieler überworfen. Der Wurf ist ungültig.
    • Der Spieler, der zuerst drei Legs für sich entschieden hat, gewinnt ein Set.
    • Für den Sieg des Matches muss ein Spieler eine gewisse Anzahl an Sets gewinnen. Bei der Darts-WM gilt in den ersten zwei Runden der „Best-of-Five“-Modus. Das heißt: Sieger ist, wer als erstes drei Sets gewinnt. In Runde drei und vier sind vier Sätze notwendig, also „Best-of-Seven“. Die Anzahl an erforderlichen Gewinnsätzen steigert sich weiter – im Finale wird schließlich „Best-of-Thirteen“ gespielt, also braucht ein Spieler sieben Sätze für den Titel.

    Tipp:

    Eine weitere Besonderheit gibt es im Profi-Darts. Hier wird meist das sogenannte 501 Double Out gespielt. Das bedeutet: Spieler müssen ihr Leg mit einem Double-Feld abschließen. Bleibt zum Beispiel ein Rest von 20 Punkten, dann ist für den Finish eine Doppel-Zehn nötig. Anfänger können auch leichtere Regeln wählen: Beim sogenannten Straight Out ist es beispielsweise erlaubt, mit jedem beliebigen Feld die 0 Punkte zu erreichen.

    Mehr zur Spielvariante 501 zeigt Ihnen unser Video:

    Rechnen beim Darts

    Das Rechnen ist ein elementarer Bestandteil beim Steeldart. Im Gegensatz zum E-Dart, wo die elektronische Dartscheibe automatisch die Punkte berechnet, ist dieser Part beim Steeldart den Spielern überlassen. Insbesondere beim 501 Double Out müssen die Spieler nicht nur die verbleibenden Punkte ausrechnen, sondern auch strategische Entscheidungen für die nächsten Würfe treffen.

    Spezielle Rechenwege und viel Übung erleichtern das Rechnen mit der Zeit. Anfängern hilft es, zunächst mit Stift und Zettel zu arbeiten. Weitere Hilfestellungen liefern Ihnen Dart-Apps oder Checkout-Tabellen.

    Unterschiedliche Regeln bei Steeldart und E-Dart

    Neben dem Equipment gibt es einen wesentlichen Unterschied bei den Regeln für E-Dart und Steeldart. So zählen beim E-Dart die Punkte, egal ob der Dartpfeil im Board stecken bleibt oder wieder herausfällt.

    Beim Steeldart dagegen sind sogenannte Bouncer ungültig. Das heißt: Wenn Pfeile von der Dartscheibe abprallen oder herausfallen, gibt es keine Wertung. Die Pfeile müssen bis zu dem Zeitpunkt steckenbleiben, in dem der Spieler sie nach Abschluss der Aufnahme wieder aus der Scheibe zieht.

    Übrigens:

    Der Begriff „Robin Hood“ steht im Darts für einen Pfeil, der direkt auf einem anderen Pfeil und nicht auf der Scheibe landet. Solch ein Wurf bekommt 0 Punkte.
    Ein Dartpfeil steckt auf einem anderen Dartpfeil
    Der Begriff „Robin Hood“ beschreibt im Darts einen Pfeil, der direkt auf einem anderen landet.

    Wichtige Fragen zu Dart-Spielregeln: Kurz & knapp

    Damit bei Ihnen keine Fragen offenbleiben, haben wir die wichtigsten Informationen rund um Dart-Spielregeln in einem kurzen Überblick zusammengefasst.

    Wie sind die Entfernungen und Abstände im Darts?

    Laut der offiziellen Dart-Regeln muss der Abstand zwischen Abwurflinie und Dartscheibe 2,37 Meter betragen. Die Höhe vom Boden zum Bullseye liegt bei 1,73 Metern. Daraus ergibt sich in der Diagonale ein Abstand von 2,93 Metern zwischen Abwurflinie und Bullseye. Für Steeldart und Softdart gelten jeweils die gleichen Entfernungen.

    Was sind die wichtigsten Dart-Regeln?

    Der Spieler wirft nacheinander drei Pfeile auf das Dartboard. Für jeden Dart hat er maximal eine Minute Zeit. Nach den drei Pfeilen (entspricht einer „Aufnahme“) ist der nächste Spieler an der Reihe. Geworfen wird immer hinter der Abwurflinie, wobei mindestes ein Fuß den Boden berühren muss. Weitere spezifische Dart-Regeln ergeben sich aus den Spielvarianten, wie zum Beispiel 501, Cricket oder Shanghai.

    Mann wirft ersten von drei Dartpfeilen
    Beim Darts werfen Spieler mit drei Pfeilen auf die Dartscheibe. Dabei stehen sie hinter der Abwurflinie.

    Gibt es Unterschiede zwischen E-Dart- und Steeldart-Regeln?

    Ja, beim Steeldart erhalten Pfeile keine Wertung, wenn sie von der Scheibe abprallen oder wieder herausfallen. Beim E-Dart dagegen müssen die Darts nicht zwingend steckenbleiben, damit die Punkte zählen.

    Welche Dart-Regeln gelten bei der WM?

    Bei der Darts-WM wird der Spielmodus 501 Double Out gespielt. Dabei starten die Profis mit einem Wert von 501 Punkten, den sie möglichst schnell auf exakt 0 Punkte herunterspielen müssen. Der letzte Pfeil muss allerdings in einem Double-Feld landen, um das Leg abzuschließen. Drei gewonnene Legs sind ein Set (Satz). In den ersten beiden Runden müssen die Spieler drei Sätze gewinnen, um das Match für sich zu entscheiden. Nach und nach wird die Anzahl gesteigert, sodass im Finale schließlich sieben Gewinnsätze für den Titel notwendig sind.

    Genug von Dart-Regeln: Ran an die Pfeile!

    Von der Theorie haben Sie nun viel gehört, jetzt geht es an die Praxis. Also schnappen Sie sich die Dartpfeile und starten Sie ein spannendes Match. Und nicht vergessen: Beim Dart geht es vor allem um den Spaß.

    Tipp:

    Egal, ob Sie in der Freizeit oder im Verein Dart spielen – mit dem passenden Outfit gehen die Darts gleich viel leichter von der Hand. In unserem Shop finden Sie Dartkleidung für jeden Geschmack und gestalten Ihr individuelles Trikot mit unserem 3D-Konfigurator.

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