Fit für die Eishockey-Saison durch Sommertraining

Übungen & Tipps von den Adlern Mannheim

Eishockey gilt als die anstrengendste Mannschaftssportart überhaupt – wenn die Saison im September beginnt, muss das Team topfit sein. Doch wie bereiten sich die Spieler im Sommer vor? Was sind die besten Übungen? Dominik Bittner, Mirko Höfflin und Youri Ziffzer von den Adlern Mannheim verraten uns im Interview, wie die Profi-Eishockey-Spieler fit für die neue Saison werden.

Gruppenfoto des Eishockeyteams Adler Mannheim von der Saison 2016/17

Von wegen Sommerpause: Saisonvorbereitung der Eishockey-Profis

Jedes Jahr im September geht es aufs Eis, denn dann beginnt die Eishockeysaison, die bis Ende Februar andauert. Nach der aktiven Saison folgt dann noch die Playoff-Runde, die bis in den April andauert. Knapp sieben Monate Eis-Kampf erfordern ein gutes Maß an Kondition. Deshalb ist es nicht nur wichtig, in der Saison fit zu sein, sondern auch in der Saison-Pause. Denn im Sommertraining geht es darum, schneller, stärker und leistungsfähiger zu werden

Aber was muss eigentlich bei der Saisonvorbereitung beachtet werden? Statt zu spekulieren haben wir die Profis gefragt: Dominik Bittner, Mirko Höfflin und Youri Ziffzer von den Adlern Mannheim berichten über ihren Trainingsablauf und geben Tipps für die Vorbereitung.

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Die Adler Mannheim – ein starkes Team mit Tradition

Schon seit 1994 spielen die Adler Mannheim in der Deutschen Eishockey Liga und sind damit Gründungsmitglied. Insgesamt hat der Club bisher sieben deutsche Meisterschaften gewonnen. Darüber hinaus führen die Adler Mannheim auch die ewige Tabelle der DEL an. Kein Wunder also, dass das Stadion für ihre Heimatspiele rund 13.600 Besuchern Platz bietet und immer gut gefüllt ist.

Interviewpartner

Eishockeyspieler Dominik Bittner im Adler Mannheim Trikot

Dominik Bittner - Verteidigung
Seit der Saison 2012/13 steht Dominik Bittner für die Adler Mannheim als Verteidiger auf dem Eis. Zum Eishockey ist Dominik schon mit drei Jahren gekommen. Denn in seinem Heimatort ist Eishockey die bekannteste Sportart. Nach einer längeren Ausprobier-Phase von Fußball über Tennis bis hin zu Handball, entschied sich Dominik mit 15 Jahren endgültig für seinen Lieblingssport Eishockey.

Eishockeystürmer Mirko Höfflin im Adler Mannheim Trikot

Mirko Höfflin - Sturm
2007 begann Mirko Höffling seine Eishockeykarriere bei den Jungadlern Mannheim. Seit 2012 spielt er im Sturm für die Adler Mannheim.

„Mit drei habe ich mit dem Schlittschuhlaufen angefangen und zum Eishockey bin ich dann mit vier/fünf Jahren gekommen, weil meine Eltern Bekannte hatten, die Eishockey gespielt haben. Weil mir das Fußballspielen früher nicht so viel Spaß gemacht hat, habe ich dann Eishockey ausprobiert und dabei bin ich dann geblieben.“
Eishockeyspieler Youri Ziffzer mit Adler Mannheim Trikot

Youri Ziffzer - Torwart
Youri Ziffzer begann seine Eishockey-Karriere 2001 bei den Jungadlern Mannheim. Danach spielte er unter anderem für die Eisbären Berlin und die Kölner Haie. Seit 2014 ist er als Torwart für die Adler Mannheim im Einsatz.
Zum Eishockey ist Youri mit circa 6 Jahren gekommen, durch einen Zufall. Um eine Fehlstellung der Füße zu beheben und die Muskulatur zu stärken, fing Youri mit dem Schlittschuhlaufen an. Daraus entwickelte sich schnell seine Leidenschaft für das Eishockey.

Die Adler in Aktion

Nach der Saison ist vor der Saison

Wenn die Saison im Februar endet, dürfen sich die Spieler nicht auf sechs Monate Ferien freuen, denn schon nach ein paar Wochen geht es wieder mit dem Training los, wie Dominik Bitter uns verraten hat:

„In der Regel ist es so, dass man nach der vorhergehenden Saison dem Körper zwei bis drei Wochen Pause gibt, manchmal auch vier, wenn man kleine Blessuren hatte, um sich wieder vollständig zu erholen. Dann fängt man langsam wieder mit dem Training an. Am Anfang geht es eigentlich darum, eine Grundlagenausdauer wieder zu legen und im Krafttraining so anzufangen, dass man ein gewisses Muskelwachstum hat.“

Trockentraining nach Saison und Play-Offs

Statt auf das Eis geht es dann für die Profis erst einmal in den Kraftraum zum Trockentraining. Dabei werden Kraft, Ausdauer und Koordination trainiert. Erst ab Ende Juni wird wieder vermehrt auf dem Eis gespielt.

So trainieren die Profis im Sommer

Training an Land statt auf dem Eis – das sieht der Trainingsplan für die Eishockey-Profis vor. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dem Trockentraining? Wie Mirko Höfflin erklärt, setzt sich das Sommertraining aus Teamsport, Kraft- und Ausdauertraining zusammen:

„Wir haben natürlich den Fokus auf Fitness, damit wir die Leistung abrufen können, die wir im Winter brauchen. Andererseits spielen wir aber auch Fußball oder Tennis, einfach um da auch ein bisschen Spaß rein zu bekommen. Damit auch das Teamgefühl gestärkt wird und auch, damit das Training abwechslungsreich ist. Tennis und Fußball ist eigentlich das, was wir am meisten spielen nebenher.“
Fußballspieler mit Fußball und Tor
Rauf auf den Rasen statt aufs Eis – in der Sommerpause spielen die Adler Mannheim gerne Fußball, um Teamgefühl und Fitness zu stärken.

Einen individuellen Plan erstellen

Doch aufgepasst, denn im Sommer wird nicht nur Fußball gespielt, sondern auch regelmäßig, und zwar fünf bis sechs Mal die Woche, trainiert. Bevor es ins Sommertraining geht, wird auch jeweils ein individueller Plan erstellt, wie Youri Ziffzer erklärt: „Ich bin ganz am Anfang vom Sommer bei meinen Athletik-Trainern, die mich testen und auf den Kopf stellen. Und daraus wird dann ein Trainingsplan erstellt.“

Ab ins Goalicamp

Neben einem Trainingsplan kann auch ein Trainingscamp helfen, sich auf die kommende Saison vorzubereiten. Torwarte können dann in sogenannte Goaliecamps fahren, was auch Youri Ziffer regelmäßig macht. Jedoch merkt er auch an: „Je älter man wird, desto mehr Ahnung hat man, was man im Sommer so treibt.“ Spezielle Sommer-Trainingscamps sind deshalb eher die Ausnahme.

Teambuilding-Maßnahmen für neue Mitglieder

Stattdessen fährt die Mannschaft ab und zu eine Woche zusammen weg, als Teambuilding-Maßnahme. Dabei geht es dann vor allem um das gegenseitige Kennenlernen und weniger um reines Training. Denn nicht selten bekommt das Team vor der Saison neue Mitglieder oder setzt sich sogar komplett neu zusammen. Und dabei ist es laut Youri Ziffer vor allem wichtig, „dass die Chemie stimmt. Denn die Charaktere im Team müssen schon zueinander passen.“

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Zutaten für ein erfolgreiches Sommertraining

Im Sommer geht es für die Eishockeyspieler vor allem darum, fit zu bleiben. Zwar müssen alle Spieler, egal auf welcher Position sie spielen, ihre Grundfitness trainieren, doch die Übungen sind auch auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasst.

Ausdauer, Schnelligkeit und Krafttraining für alle

Ohne Ausdauer und Schnelligkeit kommt kein Spieler aus, wie Dominik Bittner anmerkt:

„Je länger dieses Sommertraining geht, desto mehr kommt man ins Finetuning. Da geht es dann um Schnelligkeit, um die spezifische Ausdauer, die im Eishockey im Grunde eine Minute Belastung und eine Minute Pause ist. Man geht dann immer spezieller darauf ein. Man fängt an mit langen Dauerläufen, um die Grundlagenausdauer zu holen und zum Schluss macht man immer mehr Intervalltraining. Am Anfang viel Krafttraining und je länger man das Sommertraining macht, desto mehr geht man auf die Schnelligkeit und Spritzigkeit ein.“
Sportler macht Kniebeugen
Auch Klassiker wie Kniebeugen stehen auf dem Trainingsplan für das Eishockey-Sommertraining.

Mobilitätsübungen für den Torwart

Wo Sturm und Abwehr vor allem Schnelligkeit und Ausdauer trainieren, kommen für Torwart Youri Ziffzer noch Mobilitätsübungen dazu:

„Als Torwart ist es dann schon ein bisschen was anderes als im Sturm, weil wir doch mehr auf unsere Beweglichkeit und vor allem auf unsere Hüftbeweglichkeit gehen. Deshalb machen wir auch etwas weniger vom klassischen Krafttraining der Spieler. Statt 100 Prozent Krafttraining machen wir vielleicht 80 Prozent Krafttraining und die anderen 20 Prozent sind dann eher Mobilisationsübungen. Das Konditionstraining ist jedoch das gleiche. Denn es gibt eine gewisse Grundfitness, die man einfach haben muss und das ist dann auch egal, ob man Torwart ist oder Spieler.“

Beispiel-Übungen für Ihr Sommertraining

Wenn auch Sie und Ihr Team so fit werden wollen wie die Adler Mannheim, dann müssen Sie in Ihrem Sommertraining ebenfalls Schnelligkeit, Ausdauer, Kraft und Mobilität trainieren. Die folgenden Übungen sollten deshalb auf keinem Trainingsplan fehlen.

Schnelligkeit trainieren

Um die Schnelligkeit zu trainieren, eignen sich besonders gut diese drei Übungen:
1. „Falling Start Sprints“ – kurze Sprints, bei denen Sie sich beim Start nach vorne fallen lassen
2. „Double Broad Jumps“ – machen Sie zwei große Sprünge nacheinander
3. Medizinball-Würfe– werfen Sie einen Medizinball über Ihre Schultern


Wie die Übungen ausgeführt aussehen, zeigt Ihnen dieses Video:

Ausdauer trainieren

Auf dem Eis ist Ausdauer gefragt, deshalb steht das Ausdauertraining in jedem Trainingsplan ganz oben. Im folgenden Video zeigt Ihnen Kevin von „Hockey Training“, wie Sie in nur 18 Minuten fit für die anstehende Saison werden. Alles, was Sie brauchen, sind ein Sprungseil und ein „Sled“. Wenn Sie kein „Sled“ haben, können Sie auch Sprints am Berg durchführen.

Kraft trainieren

Das Eishockeyspiel erfordert Kraft, deshalb müssen die Muskeln auch im Sommer trainiert werden. Mit diesen Übungen für Bauch und Beine stärken Sie Ihren ganzen Körper.

Core-Training
Ein einfaches, aber dennoch effizientes Core-Training setzt sich aus folgenden Übungen zusammen:
1. Planks – Unterarmstütze, bei denen Sie sich wie ein Brett über dem Boden halten müssen
2. V-UPs – Eine Variation der Situps, bei der Sie Arme und Beine zur Körpermitte bewegen
3. Medizinball-Würfe mit Rotation

Wie Sie die Übungen ausführen sollten, zeigt das Video von „Hockey Training“:

Beinmuskeln trainieren
Auch die Beinmuskulatur muss trainiert werden, denn Schlittschuhe fahren sich nicht von alleine. Zu den Basic-Übungen zählen:
1. Frontkniebeugen mit Gewicht
2. Einbeinige Kniebeugen
3. Step-Up mit Gewichten

Wie die Übungen ausgeführt werden zeigt Ihnen Dan von „Hockey Training“:

Mobilitätsübungen
Wie Eishockey-Torwart Jeremy Dupont im folgenden Video anhand von mehreren Übungen zeigt, werden für Mobilitätsübungen spezielle Schrittabfolgen trainiert und auch Hilfsmittel wie Gymnastikbälle genutzt. Das Ziel: Mobilität und Balance trainieren.

Eishockeytrikots: Sponsoren sichtbar platzieren

Eine wichtige Aufgabe für Eishockeyteams in der Sommerpause ist die Sponsorensuche, denn der Eishockey-Sport lebt von seinen Sponsoren: Wer das Logo seiner Unterstützer gut sichtbar auf Trikots & Co. platziert, garantiert so eine Top-Einnahmequelle für den Verein!

Mit unserem 3D-Konfigurator können Sie Trikots, Überhosen, Stutzen und Teamjacken professionell, qualitativ, individuell und einfach gestalten!

Eishockeytrikot aus dem 3D-Konfigurator von owayo

Los geht’s mit dem Sommertraining

Mit dem richtigen Trainingsplan und einer Extraportion Teambuilding kann ihr Team den Sommer nutzen und fit in die neue Saison starten. Auch wenn die ersten Trainingseinheiten auf dem Eis laut Dominik Bittner selbst für die Profis immer wieder hart sind. Aber die ersten gewonnenen Spiele entschädigen dann definitiv für ein anstrengendes Sommertraining.

Wir wünschen auch Ihrem Team viel Glück für die Saisonvorbereitung & viel Erfolg bei der Sponsorensuche!

Bildquellen: Bild 1: ©iStock/ simonkr, Bilder 2-5: ©Adler Mannheim, Bild 6: ©iStock/ franckreporter, Bild 7: ©iStock/ g-stockstudio, Bild 8: ©Owayo

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