Sponsoren anschreiben: Darauf müssen Sie achten

Aufbau und Gestaltung eines Sponsorenanschreibens

Bei der Sponsorensuche ist es ähnlich wie bei der Bewerbung um eine Arbeitsstelle: Als Sportler oder Verein müssen Sie potenziellen Sponsoren eine Bewerbung schicken. Dazu gehört neben dem Sponsoringkonzept, in dem Sie Ihr Vorhaben ausführlich vorstellen, auch ein Anschreiben. Warum ein gutes Anschreiben wichtig ist und wie es aufgebaut sein sollte, lesen Sie hier.

Anschreiben für Sponsoring am Laptop tippen

Übrigens: Bevor Sie möglichen Sponsoren Ihre Sponsoringunterlagen zusenden, sollten Sie (am besten telefonisch) vorfühlen, ob überhaupt Interesse an einer Unterstützung Ihres Vereins oder Teams besteht. Dieser Erstkontakt kann Ihnen außerdem Wettbewerbsvorteile verschaffen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag „Sponsoring-Anfrage: Der erste Schritt Ihrer Sponsoren-Akquise“.

Außerdem benötigen Sie ein fundiertes Sponsoringkonzept, das Sie mit Ihrem Anschreiben versenden. Wie Sie dabei vorgehen, erfahren Sie im Beitrag „So erstellen Sie ein strategisches Sponsoringkonzept“.

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Das Sponsorenanschreiben – kurz und knapp

  • Ein gutes Anschreiben dient als Türöffner bei möglichen Sponsoren: Weckt das Anschreiben Interesse, sollte einem persönlichen Gespräch nichts mehr im Weg stehen.
  • Qualität statt Quantität: Schreiben Sie lieber wenige Unternehmen an, dafür mit einem inhaltlich und optisch ansprechenden und individuellen Text.
  • Ein professionelles Layout und Design sowie gute Rechtschreibung sind ein Muss beim Sponsorenanschreiben.
  • Inhaltlich muss das Anschreiben auf den Sponsor zugeschnitten sein. Außerdem sollte der Text kurz und fokussiert sein (maximal 300 Wörter reichen aus).
  • So erstellen Sie ein überzeugendes Sponsorenanschreiben

    Die Sponsorensuche ähnelt der Bewerbung um einen Job: Sie müssen zeigen, dass Sie (beziehungsweise Ihr Sportverein) der passende Kandidat sind und eine Zusammenarbeit mit Ihnen dem Unternehmen echte Vorteile verschafft. Wie beim Bewerbungsanschreiben müssen Sie bei einem Sponsorenanschreiben also sehr sorgfältig sein und die Form wahren, um einen positiven ersten Eindruck zu hinterlassen. Sonst wandert Ihr Anschreiben schneller in den Papierkorb, als Ihnen lieb ist.

    Sponsoren anschreiben für Verein
    Sponsoren anschreiben: Auf eine professionelle Form und einen überzeugenden Inhalt kommt es an!

    Form & Layout

    In der Regel wird das Anschreiben als E-Mail versendet. Wichtig sind hierbei folgende Punkte:

  • Seriöser Absender-Name (also nicht schnucki48@web.de sondern hans.meier@sportverein-meierstadt.de).
  • Ein prägnanter, kurzer Betreff („Anfrage wegen Sponsoringpartnerschaft“).
  • E-Mail-Signatur: Diese sollte Ihren vollständigen Namen und Ihre Kontaktdaten enthalten, damit Ihr Ansprechpartner Sie zum Beispiel bei Rückfragen schnell anrufen kann. Idealerweise steht auch die Adresse Ihrer Vereinswebsite in der Signatur. Ohne Signatur wirkt Ihr Anschreiben unprofessionell!
  • Falls das Anschreiben als Brief verschickt wird, sollten Sie auf Folgendes achten:

  • Hochformat (DIN A4)
  • Standard-Schriftart ohne Serifen (z. B. Arial)
  • Schriftgröße 11 oder 12
  • Zeilenabstand 1,5 Punkt
  • Ansonsten gelten dieselben Regeln wie bei einem Geschäftsbrief, das heißt Absender- und Empfängerinformationen, eine Datumsangabe und Ähnliches sind notwendig. Wie ein Geschäftsbrief nach der Norm DIN 5008 gestaltet wird, fasst dieser Artikel von karrierebibel.de zusammen.

    Inhaltlicher Aufbau

    So wichtig die Form Ihres Anschreibens für den ersten Eindruck ist – letztlich kommt es auf den Inhalt an.

    Mann verfasst Sponsoren-Anschreiben
    Erstellen Sie Ihr Sponsoring-Anschreiben mit Sorgfalt – es sollte den Empfänger von Ihrem Angebot überzeugen.

    Anrede

    „Sehr geehrte Damen und Herren...“ – diese unpersönliche Anrede sollten Sie unbedingt vermeiden. Machen Sie bei einem ersten, kurzen Telefonat, der sogenannten Sponsoren-Anfrage, den Ansprechpartner für Sponsoringthemen ausfindig. So können Sie die richtige Kontaktperson gezielt adressieren. Mit der persönlichen Anrede im Schreiben zeigen Sie, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, den richtigen Ansprechpartner zu ermitteln, und dass Sie kein Massenanschreiben versenden.

    Informationen zum Sponsoring-Projekt

    Geben Sie dem Adressaten zunächst Informationen zum Projekt: Welche Art Verein sucht welche Art der Unterstützung?

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    Gute Argumente für eine Zusammenarbeit

    Liefern Sie bereits im Anschreiben überzeugende Sponsoring-Argumente: Was macht Ihren Verein besonders? Warum wäre eine Sponsoringpartnerschaft mit Ihrer Mannschaft gewinnbringend für den Sponsor? Interessant sind für den Sponsor zum Beispiel Angaben zu Ihrer Zielgruppe (Wer sind Ihre Fans? Wie viele Personen erreichen Sie?) und zu Ihrem Einzugsgebiet, Ihrer räumlichen Reichweite (In welcher Liga spielt Ihr Verein? Welche Gemeinden/Stadtteile/Städte erreichen Sie?).

    Kooperationsmöglichkeiten

    Beschreiben Sie, welche Formen der Kooperation möglich wären. Überlegen Sie vorab, was für die jeweilige Firma besonders relevant sein könnte: zum Beispiel Service-Rechte bei Ihren Veranstaltungen (Ausschank, Catering und anderes) oder die Platzierung von Werbung auf Ihren Trikots, Ihrer Website, auf Merchandising-Artikeln oder Sportgeräten.

    Sponsoren auf trikot drucken
    Der Klassiker: Meist werden die Sponsoren auf den Trikots der geförderten Sportler genannt.

    Abschluss

    Schließen Sie Ihr Anschreiben mit einer Grußformel („Mit freundlichen Grüßen“) und Ihrem Namen. Im Brief unterschreiben Sie handschriftlich, bei einer E-Mail ergänzen Sie unbedingt Ihre Signatur mit allen Kontaktdaten.

    Sie tun sich schwer damit, Ihr Sponsoring-Anschreiben zu verfassen? Dann lassen Sie sich von unseren Musteranschreiben für Sportvereine und Einzelsportler inspirieren!

    Tipps für Ihr Sponsorenanschreiben

    Damit Ihre Sponsorensuche von Erfolg gekrönt ist, beherzigen Sie folgende Tipps:

  • Versenden Sie keine Massenmails – schreiben Sie eine Auswahl an Unternehmen, die als Sponsoren gut zu Ihrem Sportverein passen könnten, gezielt an.
  • Treten Sie selbstbewusst auf: Sie sind kein Bittsteller – sondern ein gleichberechtigter Partner, der dem Sponsor auch eine interessante Gegenleistung zu bieten hat.
  • Sprachlich ähnelt das Sponsoring-Anschreiben einem geschäftlichen Brief: Sie siezen, verzichten auf Umgangssprache und schreiben fehlerfrei. Lassen Sie das Anschreiben vor dem Versenden von mindestens einer Person gegenlesen – Grammatik- oder Rechtschreibfehler sind ein No-Go!
  • Falls Sie innerhalb einer Woche keine Antwort erhalten, haken Sie höflich nach. Möglicherweise sind die Unterlagen nicht angekommen oder untergegangen.
  • Setzen Sie sich im Vorfeld mit dem Unternehmen und seinen Werten auseinander. So können Sie im Anschreiben gezielt auf Gemeinsamkeiten eingehen beziehungsweise zeigen, dass Sie sich mit Ihrem potenziellen Sponsor bereits beschäftigt haben.
  • Das Anschreiben soll beim Adressaten Neugier auf Ihr beigefügtes Sponsoringkonzept wecken – Sie müssen also noch nicht ins Detail gehen. Deuten Sie aber besonders reizvolle Aspekte bereits an.
  • Wie es weitergeht

    Zusammen mit dem Anschreiben versenden Sie Ihr Sponsoringkonzept. Darin legen Sie ausführlich dar, wie Sie sich die Sponsoringpartnerschaft vorstellen und warum diese für das Unternehmen vielversprechend ist. Lesen Sie dazu unseren Beitrag „So erstellen Sie ein strategisches Sponsoringkonzept“.

    Sie möchten sich noch umfassender mit dem Thema Sportsponsoring beschäftigen? Dann schauen Sie auf unserem umfangreichen Ratgeber „Sponsoren suchen, finden & halten“ vorbei.

    Wir von owayo wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Sponsorensuche!

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    Bilder: Bild 1: © champlifezy@gmail.com/ iStock / Getty Images Plus; Bild 2: © TommL/E+; Bild 3: © owayo.de; Bild 4: © Deagreez/ iStock / Getty Images Plus.