Handball-Positionen einfach erklärt

Die Aufgaben der Spieler im Match

Beim Handball gibt es verschiedenste Positionen, die weniger selbsterklärend als etwa im Fußball sind. Was ist zum Beispiel ein Rückraumspieler? Und was macht ein Kreisläufer? Wir erklären Ihnen einfach und verständlich die einzelnen Spielerpositionen im Handball. Außerdem erfahren Sie, welche Eigenschaften Spieler für die einzelnen Positionen mitbringen sollten.

Handball liegt auf dem Boden auf Torlinie

Die Spielerpositionen im Handball

Im Handball gibt es grundsätzlich sieben Spieler pro Team, die alle auf unterschiedlichen Positionen spielen. Beim Spielaufbau sind die einzelnen Handball-Positionen aus Sicht des Torwarts bezeichnet.

Eine Grundaufstellung im Handball sieht folgendermaßen aus:

Infografik zu Handball-Positionen
Beim Handball gibt es pro Team sieben verschiedene Positionen.

Die einzelnen Handball-Positionen & ihre Aufgaben

Im Handball gibt es neben dem Torwart pro Mannschaft sechs Feldspieler, die alle verschiedene Funktionen erfüllen.

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Abkürzungen für Handball-Positionen auf einen Blick

Für Feldspieler (also alle Spieler bis auf den Torwart) gibt es beim Handball Abkürzungen. Wichtig dabei: Die Bezeichnungen für die verschiedenen Handball-Positionen sind vom Standpunkt des Torwarts ausgehend zu verstehen. In der Regel hat jeder Spieler im Angriff einen Gegenspieler in der Abwehr.

Handballpositionen und ihre Gegenspieler

Handball-Torwart

„Durch meine Körpersprache und meine Präsenz will ich dem Gegner zeigen: Vergiss nie, ich bin immer voll da, jede Minute! Das hilft auch, um nach schwächeren Phasen zurück ins Spiel zu kommen. Diese Aggressivität macht mich noch besser.“ – Thierry Omeyer, französischer Torwart und Welthandballer des Jahres 2018 im Interview mit SPIEGEL online.

Der Torwart ist die erste und letzte Bastion eines Teams. Für diese Handball-Position sind hohe Reaktionsgeschwindigkeit und Flexibilität unverzichtbar, vor allem aber darf es diesem Spieler nicht an Mut fehlen: Denn er muss Würfe mit einer Geschwindigkeit von mehr als 120 km/h abwehren. Das Motto des Torwarts lautet: Voller Körpereinsatz! Denn der Torwart ist der einzige Spieler, der den Handball mit allen Körperteilen berühren darf.

Handball-Torwart Thierry Omeyer beim Dehnen
Der französische Handball-Torhüter Thierry Omeyer beim Dehnen vor dem Match
Credit: Wikimedia Commons: Cyrille Lagrillier/ CC-BY-SA-4.0 By Cyrille Largillier [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons

Aufgaben des Handball-Torwarts

Die Aufgabe des Handball-Torwarts ist es zu verhindern, dass die gegnerische Mannschaft ein Tor erzielt. Das heißt konkret: Der Handball-Torwart muss dafür sorgen, dass der Ball die eigene Torlinie nicht vollständig überquert. Um Treffer des Gegners zu verhindern, darf er den Ball mit seinem ganzen Körper abwehren.

Wenn ihm das gelingt, muss er den Ball möglichst zügig wieder ins Spiel bringen. Ein solches Vorgehen ist besonders für taktische Züge wie die sogenannte „Schnelle Mitte“ (ein zügig ausgeführtes Tor nach einem gegnerischen Treffer) wichtig. Denn das schnelle Zuspiel des Torwarts kann einen solchen Zug erst ermöglichen.

Für die Position des Torwarts im Handball gelten außerdem die folgenden Besonderheiten:

  • Der Torwart darf den Torraum verlassen, jedoch nicht, wenn er den Ball festhält. Dass der Torwart den Torraum verlässt, ist zum Beispiel bei Spielen zu beobachten, die sich dem Ende zuneigen: Je nach Spieltaktik kann der Torwart dann als siebter Feldspieler fungieren.
  • Jeder Spieler der Mannschaft kann als Torwart eingesetzt werden.
  • Das Trikot des Torwarts muss sich von denen seiner Mannschaftskollegen unterscheiden.
  • Anforderungsprofil für den Handball-Torwart

    Körperliche & persönliche Merkmale:

  • hohe Statur (alternativ kann der Mangel an Körperhöhe durch herausragende Sprungkraft kompensiert werden)
  • hohe Auffassungsgabe
  • Mut
  • Fähigkeiten:

  • schnelle Reflexe
  • Beweglichkeit & Flexibilität
  • Antizipationsvermögen (mentales Einschätzen eines bevorstehenden Bewegungsablaufs)
  • Handball-Außenspieler

    „Ein Außenspieler ist eher flinker und schneller. Er hat oft mehr Sprungkraft als zum Beispiel der robuste Kreisläufer, der eher einen tiefen Schwerpunkt hat, um nicht weggeschoben zu werden. Er soll ja zum Beispiel die Sperren halten für die Rückraumspieler.“ – der deutsche Welthandballer Uwe Gensheimer im Interview mit Handball-World.

    Außenspieler werden auch Flügelspieler genannt. Diese sprintstarken und hochspezialisierten Wurfkünstler patrouillieren die Seiten des Handballfelds. Wenn sie angreifen, wird es gefährlich: Denn entweder durchbrechen sie die gegnerische Verteidigung zugunsten ihrer Mitspieler. Oder aber, sie wuchten den Ball aus besonders schwierigen Winkeln des Spielfeldes in die gegnerischen Maschen.

     Der deutsche Handball-Außenspieler Uwe Gensheimer beim Angriff aufs Tor
    Handball-Legende Uwe Gensheimer spielte auf der Handball-Position Linksaußen. Hier ist er beim Angriff auf das gegnerische Tor zu sehen.
    Credit: By Wenflou [CC0], from Wikimedia Commons

    Aufgaben in der Außenspieler-Position

    Die Außenspieler sind am linken oder rechten Außenrand des Kreises positioniert. Je nach genauer Positionierung spricht man vom „Linksaußen“ oder „Rechtsaußen“. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist das Erzielen von Toren.

    Ihr Spezialgebiet sind vor allem Angriffe auf das Tor aus schwierigen Winkeln. Zwar sind die Außenspieler nur sechs Meter vom gegnerischen Tor entfernt, jedoch sind die Wurfwinkel technisch sehr anspruchsvoll. Deshalb ist es für diese Handball-Position besonders wichtig, solche Winkelschüsse gründlich und gezielt zu trainieren. Gleichzeitig sollten die Schüsse mit viel Wurfgewalt ausgeführt werden, damit der Torhüter sie nur schwer aufhalten kann. Deshalb verwundert es nicht, dass die Flügelspieler (neben den Rückraum-Außenspielern) laut einer Studie der Justus-Liebig-Universität Gießen (auf Seite 147) aus dem Jahr 2016 die höchste Wurfkraft innerhalb der Mannschaftsaufstellung haben.

    Eine wichtige Rolle spielt bei den Außenspielern die Wurfhand: Denn wohingegen ein Spieler linksaußen Rechtshänder sein sollte, sind rechtsaußen Linkshänder zu finden. Der Grund: Für den Angriff aufs Tor ergeben sich so günstigere Winkel. Die Wahrscheinlichkeit eines Treffers ist damit um einiges höher.

    Die Außenspieler nutzen auf ihren Positionen besondere Angriffsstrategien, um den Gegner zu überwinden und Tore zu erzielen:

  • Einlaufen: Bei dieser Taktik bewegt sich der Außenspieler hinter der gegnerischen Deckung an den Kreis und bietet sich für Pässe aus dem Rückraum als zweiter Kreisläufer an. Hierbei sind insbesondere eine hohe Sprungkraft sowie Wurfstärke gefragt, um gegnerische Deckungsversuche zu überwinden.
  • Tempogegenstoß: Diese Kontertaktik wenden Außenspieler bei einem gescheiterten Angriff des Gegners an, also zum Beispiel bei einem Fehlwurf. Wichtig ist dabei ein schnelles Umschaltspiel: Dann schalten die Außenspieler vom Abwehr- in den Angriffsmodus und sprinten zum gegnerischen Tor. Sie versuchen dabei, schneller als die gegnerische Abwehr zu sein und ungedeckt einen Treffer zu erzielen. Aus diesem Grund sollten Außenspieler auch gute Sprinter sein. Der Tempogegenstoß wird meist mit einem Sprungwurf auf das gegnerische Tor abgeschlossen.
  • Kreuzen: Hierbei handelt es sich um eine Taktik, die beim Gegner Verwirrung stiften soll. Denn beim Kreuzen tauschen zwei Spieler die Position und bringen somit das Deckungsspiel des Gegners durcheinander.
  • Trickwürfe: Dazu gehören insbesondere Dreher, Heber oder auch die Königsdisziplin der Trickwürfe – der Kempa-Trick: Bei diesem täuscht der Außenspieler einen Wurf auf das Tor an, passt den Ball aber tatsächlich einem anderen Spieler zu, der anschließend auf das Tor zielt.
  • Im folgenden Video können Sie sehen, wie der deutsche Welthandballer Uwe Gensheimer den Kempa-Trick im Spiel anwendet:

    Anforderungsprofil für Handball-Außenspieler

    Körperliche & persönliche Merkmale:

  • hoher Anteil an schnell kontrahierenden Muskelfasern für Sprints (sogenannte Fast-Twitch-Fasern oder „weiße Muskelfasern“)
  • Rechtsaußen: Linkshänder
  • Linksaußen: Rechtshänder
  • analytisches Verständnis
  • Kreativität
  • taktisches Verständnis und koordinative Stärke
  • Fähigkeiten:

  • Durchsetzungsvermögen
  • hohe Sprungkraft
  • Reaktionsschnelligkeit und Sprintstärke
  • Spezialisierung auf Eck- und Winkelwürfe
  • Wurfkraft und -genauigkeit
  • Fangsicherheit
  • Trickwürfe und -taktiken
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    Kreisläufer

    „Viele reduzieren die Position des Kreisläufers mit dem ständigen Gerangel und der körperlichen Auseinandersetzung. Aber als Kreisläufer benötigt man auch ein sehr gutes Spielverständnis und muss viele Situationen antizipieren können. Erst dann ist so etwas wie blindes Verständnis mit den übrigen Mitspielern möglich.“ – Bjarte Myrhol, norwegischer Kreisläufer und zweifacher EHF-Pokalsieger im Interview mit den Rhein-Neckar-Löwen.

    Der Kreisläufer ist die treibende Kraft eines Handballteams, um die gegnerische Defensive zu überwinden und das Tor anzugreifen. Insbesondere Kreativität und körperliches Durchsetzungsvermögen nutzt dieser Spieler, um diese Ziele zu erreichen. Dabei reißt er entweder Lücken in die gegnerische Abwehr zugunsten seiner Teamkollegen oder begibt sich selbst in eine günstige Position, um das Tor zu attackieren.

    Kreisläuferin Heidi Løke beim Handball-Match
    Heidi Løke ist 2011 als Welthandballerin des Jahres ausgezeichnet worden. Ihre Handball-Position war die der Kreisläuferin.
    Credit: Csonka Tamás [CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

    Aufgaben in der Kreisläufer-Position

    Der Kreisläufer ist eine Spielposition im Handball, die auf der Höhe des Sechs-Meter-Kreises inmitten der gegnerischen Abwehr positioniert ist. Seine wichtigste Aufgabe besteht darin, die Gegner in Unruhe zu bringen und bei entsprechender Gelegenheit auch selbst das Tor anzugreifen.

    Um das zu erreichen, versucht der Kreisläufer Freiräume für die eigenen Rückraumspieler zu schaffen und sie durch erfolgreiches Decken der Gegner offenzuhalten. Aufgrund dieser Aufgabe sind Kreisläufer häufig in sehr engem körperlichen Kontakt mit der gegnerischen Abwehr und müssen über hohes Durchsetzungsvermögen und ein gutes Auge für gegnerische Schwachstellen verfügen. Sowohl Links- als auch Rechtshänder können auf dieser Position spielen.

    Für Kreisläufer ist es besonders wichtig, dass sie in der Lage sind, ständig in Bewegung zu bleiben und dass sie den Kontakt zu den Teamkollegen nicht verlieren: Anspielbereitschaft und Resistenz gegenüber den Block-Versuchen des Gegners sind hier ausschlaggebend. Bei einem Freiwurf muss der Kreisläufer – wie alle anderen Spieler auch – die Neun-Meter-Zone verlassen.

    Alternativ wird die Position des Kreisläufers auch als Kreisspieler oder Kreismitte bezeichnet. Typischerweise gibt es pro Mannschaft nur einen Kreisläufer. Es kommt aber auch vor, dass Mannschaften, die sich in Unterzahl befinden, auf diese Position verzichten. Ebenso ist es möglich, dass ein Team mit zwei Kreisläufern spielt. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der Torwart in der Schlussphase des Spiels als siebter Feldspieler agiert.

    Um seine Aufgaben zu erfüllen, sind die folgenden Techniken besonders wichtig für die Handball-Position des Kreisläufers und sollten gut trainiert sein:

  • Sperren: Hierbei handelt es sich um eine klassische Aufgabe des Kreisläufers. Dabei stellt der Kreisläufer sich mit seinem Körper in den Spielweg eines gegnerischen Angriffsspielers. Durch erfolgreiches Sperren behindert er die gegnerische Mannschaft und schafft so Freiräume für das eigene Team.
  • Sperren mit Absetzen: Nach einem erfolgreichen Sperren des Gegners bewegt sich der Kreisläufer hinter den jeweiligen Spieler und steht anspielbereit am Kreis. Bestenfalls geschieht das so schnell, dass ihn niemand deckt und er freie Bahn zum Tor hat.
  • Anforderungen an den Kreisläufer

    Körperliche & persönliche Merkmale:

  • Hohe Körpergröße und höheres Gewicht sind von Vorteil
  • Kommunikationsstärke
  • Kreativität
  • taktisches Verständnis
  • Fähigkeiten:

  • Anspielbereitschaft
  • Standfestigkeit, Gleichgewicht
  • Wurfkraft
  • Fangsicherheit
  • Sicheres Ausführen verschiedener Wurfvarianten wie Sprungwurf , Schlagwurf oder Fallwurf
  • Rückraummitte

    “Ich schaue mir meine Gegner ganz genau an, schaue ihnen in die Augen, schaue auf ihre Füße. All das passiert im Bruchteil einer Sekunde, trotzdem kann ich sehen, was die Abwehr vorhat, und dann probiere ich das Gegenteil. Oder ich mache irgendetwas Verrücktes. Als Spielmacher musst du ein Unbekannter bleiben, die anderen dürfen sich nicht auf dich einstellen können.“ – Ivano Balic, kroatischer Spielmacher, Welthandballer und Olympiasieger im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

    Die Rückraum-Mitte verlangt nach einem kreativen Multitalent: Denn dieser Spieler koordiniert als taktisches Bollwerk seiner Mannschaft sowohl Angriff als auch Verteidigung. Neben der Fähigkeit, den Überblick zu behalten, muss er über Spielintelligenz, taktisches Geschick, Gruppen- und Koordinationsbewusstsein sowie Reaktionsschnelligkeit verfügen. Nicht umsonst wird diese Handball-Position auch als „Spielmacher“ bezeichnet. Torerfolge sind auf dieser Position wegen der hohen Anteile an Aufbauarbeit dagegen selten.

    Rückraummitte-Spielerin Zhai Chao erfüllt die Aufgaben auf ihrer Handball-Position
    Die chinesische Spielmacherin Zhai Chao
    Credit: Simon Wedege Petersen, CC-BY-SA-3.0, Wikimedia Commons

    Aufgaben in der Rückraummitte-Position

    Der Rückraumspieler wird auch Aufbauspieler genannt. Er steht im Zentrum des Handballfeldes. Gemeinsam mit dem Kreisläufer bildet er den Mittelblock zum Tor.

    Seine Aufgabe ist es, den Überblick zu behalten und ein taktisch kluges Vorgehen seiner Mannschaft sicherzustellen. Auf dieser Position zu spielen, ist keine leichte Aufgabe: Denn angesichts des hohen Tempos im Spitzenhandball muss der Spieler Entscheidungen häufig innerhalb von Sekunden treffen und auch bei hohem Druck belastbar sein.

    Häufig ist es von Vorteil, wenn Spieler dieser Handball-Position eine hohe Statur haben. Denn so ist es leichter, den Überblick über das Spiel zu behalten. Gleichzeitig ist es so während des Spiels auch für die restlichen Spieler einfacher, den Spielmacher im Auge zu behalten, um seine Anweisungen umzusetzen.

    Pro Team kann es immer nur einen Spieler in der Rückraummitte geben. Denn er leitet das Spiel und koordiniert die Mannschaft. Deshalb ist der Spieler in der Rückraummitte häufig auch der Mannschaftskapitän.

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    Anforderungsprofil an Spieler der Rückraummitte

    Körperliche & persönliche Merkmale:

  • hohe Statur
  • Verantwortungsbewusstsein
  • analytisches Verständnis und Spielintelligenz
  • taktisches Verständnis
  • Entscheidungsfreude
  • kommunikative Stärke
  • Belastbarkeit
  • Fähigkeiten:

  • offensive und defensive Stärke
  • Fangsicherheit und Passgenauigkeit
  • Reaktionsschnelligkeit
  • Führungsqualitäten
  • Anspiel des Kreisläufers
  • Rückraum-Außenspieler

    „Ich bin in der Lage, auf jeder Rückraumposition zu spielen. […] Ich komme mit mehr Durchschlagskraft durch die Mitte und kann auch mal Eins gegen Eins gehen oder einen Schlagwurf setzen.“ – die deutsche Welthandballerin Nadine Krause im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

    Sie sind für gewöhnlich die Giganten der Mannschaft: die Rückraum-Außenspieler. Ihre hohe Statur kommt ihnen sowohl in der Offensive als auch der Defensive zugute, wobei das Umschaltspiel für sie Routine ist: Während sie in der Abwehr die Attacken der Gegner blocken, sind ihre torgefährlichen Angriffe aus der Shooter-Position heraus oft wurfgewaltig und nahezu unhaltbar.

    Dänischer Rückraumaußen Mikkel Hansen im SPiel.
    Der dänische Rückraumaußen Mikkel Hansen bei einem Angriff auf das gegnerische Tor.
    Credit: By Wenflou [CC0], from Wikimedia Commons

    Aufgaben der Rückraum-Außenspieler

    Die Tatsache, dass die Rückraum-Außenspieler die größten Mannschaftsmitglieder sind, ist kein Zufall: Denn sowohl in der Offensive als auch der Defensive ist diese Eigenschaft von Vorteil.

    Wegen der Positionierung im Rückraum sieht sich der Rückraumaußen als Shooter auf das gegnerische Tor mit zwei besonderen Herausforderungen konfrontiert:

  • eine längere Entfernung zum Tor: Die Rückraum-Außenspieler sind an der Neun-Meter-Linie positioniert, wodurch die Distanz zum Tor weitaus höher ist als zum Beispiel beim Kreisläufer (er ist an der Sechs-Meter-Linie positioniert). Das heißt: Der gegnerische Torwart hat bei einem Angriff aus dem Rückraum eine höhere Reaktionszeit.
  • die Blockversuche der gegnerischen Abwehr: Durch die längere Distanz zum Tor folgt auch, dass die gegnerische Abwehr die Angriffe der Rückraumspieler leichter blocken kann.
  • Um diese beiden Hindernisse zu überwinden, ist neben einem hohen Körperbau insbesondere eine stark entwickelte Wurfkraft wichtig. Denn sie gewährleistet die Wucht bei Attacken aus dem Rückraum und kompensiert die größere Distanz zum Tor.

    Verbessern können Rückraum-Außenspieler dieses Vorgehen, indem sie gezielt nach Lücken in der gegnerischen Deckung suchen oder sie durch Finten schaffen, um aus kürzerer Distanz anzugreifen. In Kombination mit einer hohen Zielsicherheit machen sie Rückraum-Außenspieler zu ernstzunehmenden Gegnern, die nur schwer aufzuhalten sind.

    Doch auch in der Defensive kommt den Rückraum-Außenspielern ein hoher Wuchs zugute: Wenn sie das eigene Tor decken, müssen die gegnerischen Angreifer besonders gekonnte Taktiken anwenden und schnell sein, um an diesen Hünen vorbeizukommen.

    Anforderungsprofil an Rückraum-Außenspieler

    Körperliche & persönliche Merkmale:

  • hohe Statur
  • Rückraum links („Königsposition“): Rechtshänder
  • Rückraum rechts: Linkshänder
  • Kommunikationsstärke
  • Fähigkeiten:

  • offensive und defensive Stärke
  • hohe Wurfkraft und Zielsicherheit
  • Widerstandfähigkeit
  • Fangsicherheit und Passgenauigkeit
  • Fintentaktik
  • Kommunikation zu Außenspielern
  • Das richtige Mannschaftsgefüge für die Besetzung Ihrer Handball-Positionen

    Damit Handball-Spieler ihre besten Leistungen aufrufen und ihr volles Potenzial ausschöpfen können, ist es wichtig, dass sie auf den richtigen Handball-Positionen spielen. Fühlt sich ein Spieler auf seiner Position nicht wohl, sollte er sie wechseln, denn davon kann Ihr gesamtes Team profitieren.

    Zudem sollten Sie auch das Handball-Training richtig aufbauen und gestalten. In unserem Artikel „Planung des Handball-Trainings“ erklären wir Ihnen, wie Sie dabei am besten vorgehen und wie das Training je nach Altersstufe und Ausbildungsgrad gestaltet sein sollte.

    Wichtig ist aber auch der Teamgeist und das Zugehörigkeitsgefühl innerhalb einer Mannschaft. Wie Sie daran erfolgreich arbeiten können, erfahren Sie in unserem Interview mit Sportpsychologen und Trainercoach Markus Flemming zum Thema „Mannschaftsgefühl stärken“.

    In diesem Zusammenhang spielen auch Mannschaftstrikots eine wichtige Rolle. In unserem Onlineshop können Sie Ihr individuelles Mannschaftstrikot selbst gestalten. Auf Wunsch helfen Ihnen unsere Designer gerne bei der Gestaltung. Außerdem besteht die Möglichkeit, kostenloses Infomaterial oder auch Produktmuster kostenlos anzufordern, oder sich kostenlose Broschüren, Farbkarten und Stoffproben von uns zusenden zu lassen.

    Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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    Bildnachweis: Titelbild: © gettyimages/Imagean, Bild 1: © owayo, Bild 2: © Wikimedia Commons: Cyrille Lagrillier (CC-BY-SA-4.0), Bild 3: © Wikimedia Commons: Wenflou (CC0), Bild 4: © Wikimedia Commons: Csonka Tamás (CC BY 2.0), Bild 5: © Wikimedia Commons/Simon Wedege Petersen (CC-BY-SA-3.0), Bild 6: © Wikimedia Commons/Wenflou (CC0).