Torwart, 6er & Co: Fußball-Positionen im Überblick

Alles zu Aufgaben und Eigenschaften der Spielerpositionen

Kicker-Fußballspieler verschiedener Positionen am Mittelkreis

Welche Positionen gibt es im Fußball und welche Rolle spielen sie? Erfahren Sie hier, was es mit den Fußball-Positionen auf sich hat, was Nummern wie „Achter“ oder „falsche Neun“ bedeuten und welche Aufgaben die Spieler im modernen Fußball erfüllen.

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Fußball-Positionen kurz & knapp

Im Fußball gibt es vielfältige Positionen und damit Aufgaben für die Spieler. Verschaffen Sie sich hier einen ersten Überblick mit den wichtigsten Infos.

Welche Positionen gibt es beim Fußball?

Traditionelle Fußball-Positionen sind:

  • Torhüter/Torwart
  • Innenverteidiger
  • Außenverteidiger
  • Sechser/6er (zentrales defensives Mittelfeld)
  • Zehner/10er (zentrales offensives Mittelfeld)
  • Achter/8er (zentrales Mittelfeld)
  • Außenstürmer/Äußerer Mittelfeldspieler (Flügel)
  • Zentraler Stürmer/Mittelstürmer

Die Nummern der Fußball-Positionen

Aus dem modernen Fußball sind die Rückennummern auf den Trikots nicht mehr wegzudenken. Sie helfen den Zuschauern und Schiedsrichtern dabei, die Spieler schnell zu identifizieren. Manche Positionsnummern sind sogar zu echten „Marken“ geworden, etwa die Nummer 10 von Diego Maradona oder die Nummer 7 von Cristiano Ronaldo.

Gut zu wissen: Die Fußball-Positionen haben sich im Laufe der Zeit verändert und es tauchen immer wieder neue Bezeichnungen auf. Gab es früher mal den „Libero“ oder „Vorstopper“, spricht man heute von „Sechser“, „Zehner“ oder „falscher Neun“. Grund für diese Veränderungen ist die ständige Weiterentwicklung der Fußball-Taktik. Jedes Spielsystem schafft andere Anforderungen an die Spieler.

Geschichte der Rückennummern im Fußball

Vermutlich wurden Rückennummern zum ersten Mal im Jahr 1911 in Australien verwendet. England, das Ursprungsland des Fußballs, zog 1928 nach: Die ersten Spiele, in denen die Mannschaften mit Rückennummern auf ihren Trikots antraten, fanden zwischen FC Arsenal und Sheffield Wednesday sowie zwischen FC Chelsea und Swansea City statt.
Im deutschen Fußball führte man Rückennummern erst zur Saison 1948/49 ein. Lange gab es in den deutschen Vereinen keine festen Nummern – das änderte sich erst mit der Saison 1994/95.

Fußballspieler und ihre Rückennummer

Erst nach der Einführung fester Rückennummern druckte man zusätzlich auch die Namen der Spieler auf die Trikots. Bis heute werden einige Rückennummern häufig an bestimmte Positionen vergeben:

  • Die Rückennummer 1 ist dem Torwart (Stammtorhüter) zugewiesen.
  • Mit der Nummer 10 auf dem Trikot tritt der zentrale offensive Mittelfeld-Spieler an (der „Zehner“).
  • Die „9“ und „11“ werden häufig an Stürmer vergeben.

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Welche Position passt zu welchem Spieler?

Der Trainer einer Mannschaft entscheidet, welcher Spieler auf welcher Position spielt. Dabei helfen ihm verschiedene Kriterien wie zum Beispiel das fußballerische Können des Spielers, seine Körpergröße, Schnelligkeit und Ausdauer. Eine wichtige Rolle spielt natürlich auch, ob der Spieler auf der Position spielen möchte und sich dafür bereit fühlt.

Im nächsten Abschnitt lesen Sie, welche typischen Eigenschaften und Aufgaben mit den verschiedenen Positionen verbunden sind.

Die Fußball-Positionen und ihre Aufgaben

Sehen wir uns die verschiedenen Positionen im Fußball genauer an! Welche Aufgaben erwarten die Spieler und welche typischen Charaktereigenschaften und körperlichen Voraussetzungen sollten Torhüter, Stürmer und Co. mitbringen? Finden Sie es heraus.

Fußballspieler schießt Ball ins nächtliche Spielfeld
Torhüter, Sechser, Stürmer und Co. – wir bringen Licht in den Positionsdschungel.

Torhüter/Torwart

Die Rolle des Torwarts im Fußball ist besonders komplex. Nicht nur ist er der letzte Spieler auf dem Feld, der ein Gegentor verhindern kann; er ist auch der erste Aufbauspieler und leitet Chancen für seine Mannschaft ein. In den letzten Jahren hat die Torwart-Position außerdem einen deutlichen Wandel durchgemacht: Der Mann im Tor greift immer häufiger ins Spielgeschehen ein; statt nur Torschüsse zu halten, verteidigt er beispielsweise auch weit außerhalb des Strafraums. Berühmt für diese neue Interpretation der Torhüterrolle ist Manuel Neuer: Im WM-Spiel Deutschland – Algerien 2014 hielt es ihn nicht im Tor; als elfter Feldspieler spielte er mit vollem Einsatz mit.

In diesem Video erklärt ZDF sportstudio, wie sich mit Neuer die Rolle des Keepers vom Tormann zum Libero entwickelt hat:

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Aufgaben des Torwarts

Torschüsse der Gegenmannschaft abwehren und Tore verhindern zählt ganz klar zu den Hauptaufgaben des Torwarts. Dafür darf er als einziger Spieler den Ball auch mit Armen und Händen berühren – allerdings nur im Strafraum. Bringt sich der Torwart auf dem Feld ein, gilt auch für ihn, den Ball nur mit Kopf, Oberkörper und Beinen zu spielen. Ist die eigene Mannschaft im Ballbesitz, wird auch der Keeper zum Vorbereiter und einer wichtigen Anspielstation im Spielaufbau.

Typische Torwarttechniken umfassen das Hechten, Fangen, Fausten, Abwehren mit dem Fuß, Ballaufnehmen und -abwerfen. Daneben muss ein guter Keeper aber auch Feldspielertechniken beherrschen – allen voran Passen, Flugbälle-Fangen und Ballannahme.

Berühmte Torhüter

  • Manuel Neuer ist bekannt dafür, stark in die Spielgestaltung einzugreifen. Wie sein Vorbild, der legendäre niederländische Torhüter Edwin van der Sar, verlässt Neuer gerne mal den Strafraum, um seine Mannschaft im Offensivspiel zu unterstützen.
  • Oliver Kahn, der „Titan“, ist dreifacher Welttorhüter und bewies bei der Torabwehr blitzartige Reflexe.
  • Lev Yashin, sowjetischer Fußball- und Eishockeytorwart, war Europas Fußballer des Jahres 1963 und wurde außerdem mit dem Titel „Welt-Torhüter des 20. Jahrhunderts“ geehrt.

Lernen Sie weitere berühmte Keeper kennen mit unserem Beitrag „Welttorhüter im Check“.

Exkurs: Spezielles Torwart-Training

Neben dem Training mit der Mannschaft ist für den Torhüter wegen seiner Sonderrolle ein spezielles Training nötig. „Die Position des Torwarts ist eine Schlüsselposition im Fußball. Sie besteht nicht nur aus Fliegen und Fangen (…) heute sind die Anforderungen an den Torwart stark gewachsen“, erklärt Torwarttrainer Jens Abrams in unserem Artikel „Torwarttraining im Fußball: So kommen Torhüter auf Zack“. Darin verrät er, welche Bestandteile ein gutes Torwarttraining haben sollte und gibt Tipps, wie sich Keeper mental auf ein Spiel vorbereiten oder nach einem Fehler wieder ins Spiel finden. Auch ohne eigenen Torwarttrainer können Sie etwas für Ihre Keeper-Skills tun: Lesen Sie unsere Tipps und Übungen für Ihr Torwarttraining alleine auf dem Platz oder zuhause.

Torhüter-Trikot

Traditionell trägt der (Stamm-)Torwart einer Mannschaft die Rückennummer 1. Doch das ist nicht die einzige Besonderheit am Torwarttrikot: Damit Sie sich ganz auf Ihre Funktion als Keeper konzentrieren können und auch unangenehme Landungen problemlos wegstecken, ist ein Trikot mit Polsterung zu empfehlen. Der Stoff sollte außerdem möglichst robust und atmungsaktiv sein.

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Innenverteidiger

Auch die Rolle der Innenverteidiger hat sich mit den Jahren verändert. Gab es früher den Libero als letzten Mann vor dem Torhüter, übernehmen heute die Innenverteidiger die zentrale Abwehr. Je nach Spielsystem kann es eine 4er-Kette, bestehend aus zwei Innenverteidigern und zwei Außenverteidigern geben, oder eine 5er-Kette aus drei Innenverteidiger (3er-Kette) sowie zwei Außenverteidigern.

Aufgaben des Innenverteidigers

Der Innenverteidiger hat im modernen Fußball vielfältige Aufgaben, sowohl in der Defensive als auch in der Offensive. Unter anderem ist der Innenverteidiger Spielmacher; das heißt, er hat die Aufgabe, den Spielaufbau im Angriff einzuleiten und zu führen. Häufig spielt ihm der Torwart den Ball zu, damit er das Angriffsspiel eröffnen kann. Daher muss der Innenverteidiger Spielintelligenz mitbringen, das Passspiel sowie Flugbälle beherrschen. Auch bei offensiven Standardsituationen wie Eckbällen oder Freistößen sind kopfballstarke Innenverteidiger gefragt.

Gemeinsam mit den Außenverteidigern sorgen die Innenverteidiger für Sicherheit im Abwehrzentrum. Dabei ist auch eine gute Koordination mit dem Torhüter wichtig. Generell sollten Innenverteidiger über gute Kommunikationsfähigkeiten verfügen und taktisches Verständnis mitbringen: Sie haben meist den Überblick über das gesamte Spielfeld und die gegnerischen Spieler und können so ihre Teamkollegen aus Sturm und Mittelfeld dirigieren.

Berühmte Innenverteidiger

  • Mats Hummels: Seine großes Spielverständnis und sein guter Überblick erleichtern ihm den Spielaufbau in der eigenen Hälfte. Für seine tiefen Pässe ist Hummels gefürchtet.
  • David Alaba: Der vielseitig einsetzbare Österreicher, der 2021 vom FC Bayern zu Real Madrid wechselte, spielte lange Zeit links außen sowie im Mittelfeld. Pep Guardiola, der während seiner Zeit als Bayern-Trainer große Stücke auf ihn hielt, setzte Alaba immer wieder als Innenverteidiger ein.
  • Sergio Ramos: Auch der Spanier gilt als einer der weltweit besten Innenverteidiger. Er bringt die wichtigen Tugenden eines Abwehrspielers mit: Kopfballstärke, Schnelligkeit und Stellungsspiel. Doch für seine harte Spielweise steht er auch immer wieder in der Kritik.

Außenverteidiger

Die Rolle des Außenverteidigers ist es, wie der Name schon sagt, die Außenbahn zu verteidigen. Dabei spielt er sowohl in der eigenen Spielfeldhälfte als auch in der des Gegners. In der Spielordnung einer Mannschaft gibt es immer zwei Außenspieler, die gemeinsam mit den Innenverteidigern eine 4er- oder 5er-Kette bilden.

Aufgaben des Außenverteidigers

Wie auch der Innenverteidiger hat der moderne Außenverteidiger eine Vielzahl an Aufgaben in der Defensive und in der Offensive, die sich je nach Spielsystem ändern. So muss der Außenverteidiger zum Beispiel Eingaben und Flanken von der Außenseite verhindern beziehungsweise selbst geben. In jeder Spielordnung sind zwei Außenverteidiger vorgesehen, was aber nicht bedeutet, dass ihre Aufgaben immer gleichbleiben: Je nach Spielsystem spielt ein Außenverteidiger als Teil der 4er-Kette allein die gesamte Außenseite (offensiv wie defensiv) oder agiert gemeinsam mit einem Mitspieler auf Außen.

Spieler, die auf der Position des Außenverteidigers spielen, können unterschiedliche Schwerpunkte und Stärken haben. Es gibt den Typ defensiv-orientierten Außenverteidiger, aber auch offensiv-orientierte, spielstarke oder torgefährliche Außenverteidiger sind keine Seltenheit.

Berühmte Außenverteidiger

  • Marcelo: Der Brasilianer, der mit vollem Namen Marcelo Vieira da Silva Júnior heißt, ist seit 2007 bei Real Madrid unter Vertrag und spielt auf der linken Außenbahn. Er ist für seine Flankenläufe und Offensivstärke bekannt.
  • Paolo Maldini: Der Italiener galt während seiner Karriere als besonders eleganter und spielintelligenter Außenverteidiger. Sein ehemaliger Club, der AC Mailing, lässt dem genialen Außenbahnspieler eine besondere Ehre zuteilwerden: Seine Rückennummer, die 3, wird nie wieder vergeben.

Sechser/6er (zentrales defensives Mittelfeld)

Der Aktionsraum des sogenannten Sechsers liegt im Raum vor der Abwehr – er ist der am tiefsten spielende zentrale Mittelfeldspieler. Als solcher kommt ihm eine wichtige Rolle im Spielaufbau zu: er erhält den Ball von der Abwehr und verteilt ihn situationsbedingt an seine Teamkollegen. Es kann einen, zwei oder (wenn besonders defensiv agiert wird) sogar drei Sechser geben.

Aufgaben des Sechsers

Der zentral-defensive Mittelfeldspieler hat die Aufgabe, die Abwehr zu unterstützen und gegnerische Angriffe früh zu unterbinden. Doch im modernen Fußball ist die Abwehrarbeit nicht mehr seine einzige Aufgabe: Ist der Sechser im Ballbesitz, übernimmt er häufig den Spielaufbau – er ist ein wichtiger Anspielpunkt für seine Teamkollegen, Ballverteiler und stellt die Verbindung zwischen Abwehr und Mittelfeld her.

Spieler auf der 6er-Position bringen Eigenschaften wie Laufstärke, Antizipationsvermögen und Zweikampfstärke mit. Auch gute Kommunikationsfähigkeiten sind von Vorteil.

Wussten Sie schon? Nachdem sich in der deutschen Nationalelf das veraltete Prinzip des Liberos bis in die frühen 2000er Jahre gehalten hatten, sorgten Jürgen Klinsmann und Jogi Löw ab 2004 für frischen Wind: Sie setzten bei der Weltmeisterschaft von 2006 auf die Mittelfeldraute – ein defensiver Mittelfeldspieler (damals Thorsten Frings) spielt vor der Abwehr und übernimmt neben der Defensivarbeit auch zum Teil den Spielaufbau. Sami Khedira und Bastian Schweinsteiger waren in späteren Jahren als Doppelsechs ein Dreamteam.

Berühmte Sechser

  • Busquets: Der 1,89 Meter-Mann gilt als beinahe „unsichtbar“, dabei (oder gerade deswegen) ist er einer der besten Sechser weltweit. Busquets spielt so präzise, flink und effektiv, dass seine Taten auf dem Feld oft unbemerkt bleiben.
  • Claude Makélélé: Der Brasilianer hob das Sechserspiel um die Jahrtausendwende auf ein neues Niveau – seit seiner Zeit beim FC Chelsea nennen die Briten seine Position gar „the Makélélé role“.

Zehner/10er (zentrales offensives Mittelfeld)

Er ist der Mann, der den Stürmern den Rücken stärkt und für Torgefahr sorgt: der zentrale offensive Mittelfeldspieler oder „Zehner“ agiert zentral im Mittelfeld. Allerdings ist seine Rolle im heutigen Fußball nicht mehr so prägend, wie sie es früher war, als er als „Strippenzieher“ galt. Denn immer häufiger übernehmen Achter oder Sechser die Rolle der Anspielstation für den Sturm.

Aufgaben des Zehners

Durch taktische Maßnahmen und den Einsatz der 4er-Kette hat sich die Rolle des Zehners seit den 1990ern stark gewandelt: Heute machen ihm die Verteidiger Konkurrenz, die in der 4er-Kette nach vorn rücken. Der Sechser erhält in der Regel den Ball von der Abwehr und spielt ihn dann an die Außenspieler oder den Zehner. Raum für Entfaltung – wie lange Pässe aus dem Mittefeld oder spektakuläre Weitschüsse aufs Tor – bleibt da kaum noch.

Dennoch spielt der zentrale offensive Mittelfeldspieler weiterhin eine bedeutsame Rolle. Indem er schnell spielt und für Gefahr sorgt, bringt er die gegnerische Mannschaft ins Schwitzen: diese muss sich entscheiden, ob sie den Zehner entschärft oder ihren Defensivraum verteidigt. Seine häufig isolierte Stellung ermöglicht es dem Zehner außerdem, Schwächen des Gegners zu nutzen und ein Tor zu schießen (oder zumindest die Vorlage dafür zu liefern).

Berühmte Zehner

  • Diego Maradona: An ihm kommt keiner vorbei – der Argentinier Diego Maradona ist der legendärste Zehner, der für seine spielerischen Leistungen bis heute verehrt wird.
  • Ronaldinho: Die Markenzeichen des ehemaligen Barca-Stars waren sensationelle Tempodribblings, hohe Torgefährlichkeit und eine beeindruckende Passgenauigkeit.

Achter / 8er (zentrales Mittelfeld)

Neben dem Sechser und dem Zehner agiert auch der Achter im zentralen Mittelfeld. Jogi Löw bezeichnete Fußballer auf dieser Position auch gerne als „Verbindungsspieler“, denn die Achter spielen an der Schnittstelle zwischen Angriff und Verteidigung.

zentraler Mittelfeldspieler schießt aufs Tor
Der Achter positioniert sich zwischen Defensive und Offensive und rückt auch mal in den gegnerischen Strafraum vor.

Aufgaben des Achters

Die 8er-Position ist ein Hybrid: häufig übernehmen Spieler auf dieser Position Aufgaben von Sechser und Zehner. Ohne Ball rückt der Achter oft tief in den Abwehrraum vor, um Lücken zu schließen und die Defensivarbeit zu unterstützen. Doch er geht auch in die Offensive: Im Spiel mit dem Ball treibt der zentrale Mittelfeldspieler den Spielaufbau voran oder bewegt sich in der Nähe des gegnerischen Strafraums. Gewissermaßen ist der Achter ein Allrounder, der immer da zum Einsatz kommt, wo gerade Not am Mann ist.

Berühmte Achter

  • Frank Lampard: Er gilt als einer der besten Achter aller Zeiten. Bei seinem langjährigen Verein, dem FC Chelsea war er nach 626 Pflichtspielen und 208 Treffern Rekord-Torschütze.
  • Michael Ballack: Mit ihm hatte die deutsche Elf einen genialen Allrounder im zentralen Mittelfeld, der den Mix aus Spielmacher und gefährlichem Torjäger bestens verkörperte.

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Außenstürmer/Äußerer Mittelfeldspieler (Flügel)

Streng genommen unterscheiden sich die Rollen eines äußeren Mittelfeldspielers und eines Außenstürmers – erstere agieren weiter hinten, letztere weiter vorne im Feld –, doch im modernen Fußball sind die beiden Positionen nahezu deckungsgleich. Wie es ihr Name schon verrät, agieren Fußballer auf dieser Position auf den Außenbahnen des Spielfelds beziehungsweise im linken oder rechten Flügel. Deswegen werden sie auch oft Flügelstürmer genannt. Unterstützt werden sie auf der Außenbahn von den Außenverteidigern, die die Defensivaufgaben übernehmen.

Spieler auf Position des Außenstürmers rennt mit Ball
Flügelstürmer müssen laufstark sein, denn sie agieren auf der kompletten Außenbahn.

Aufgaben des Außenstürmers

Die Hauptaufgabe der Außenstürmer ist die Torvorbereitung, etwa durch Flanken. In vielen Systemen sollen sie jedoch auch selbst Tore schießen, so zum Beispiel beim FC Liverpool oder FC Bayern. Häufig steuern die Außenstürmer das Offensivspiel des gegnerischen Teams und stellen auf diese Weise Pressingsituationen her.

In der Defensive wird der Unterschied zwischen den beiden klassischen Typen, Außenstürmer und äußerer Mittelfeldspieler, deutlich: Die Außenstürmer sind für die Deckung der gegnerischen Außenverteidiger zuständig, während die äußeren Mittelfeldspieler tiefer agieren und die defensiven Mittelfeldspieler in der Abwehr unterstützen.

Weil sie die komplette Außenbahn bespielen, müssen Spieler auf der Außenstürmer-Position besonders laufstark sein. Weitere wichtige Eigenschaften sind Schnelligkeit, Wendigkeit und Dribbelstärke.

Berühmte Außenstürmer

  • Kylian Mbappé: Er wurde mit nur 19 Jahren Weltmeister (WM 2018) und gilt als „Komplettpaket“ – der Franzose bringt alles mit, was ein Flügelstürmer braucht: Beweglichkeit, Schnelligkeit und Spielintelligenz.
  • Arjen Robben: Der Holländer, der lange für den FC Bayern München spielte, wurde meist auf der Position des rechten Flügelstürmers eingesetzt, machte aber auch links außen und im Mittelfeld eine gute Figur. Seiner Technik, Schnelligkeit und Torgefährlichkeit verdankt Robben den Ruf einer der besten Außenstürmer der Welt zu sein.

Zentraler Stürmer/Mittelstürmer

Der zentrale Stürmer oder Mittelstürmer ist der vorderste und offensivste Spieler des Teams und wird wegen seiner historischen Rückennummer auch als „Neuner“ bezeichnet. Während der Stürmer früher vor allem der Mann fürs Toreschießen war, ist seine Rolle im modernen Fußball deutlich vielschichtiger geworden.

Stürmer jagt dem Fußball hinterher
Auf der Jagd nach Toren: Der Stürmer ist der offensivste Spieler eines Fußballteams.

Aufgaben des zentralen Stürmers

Je nach Spielsystem tritt eine Mannschaft mit einem, zwei oder sogar drei Stürmern an. Im 4-5-1 steht der zentrale Stürmer einsam an der Spitze seines Teams und arbeitet hart daran, Vorteile gegenüber den Gegnern zu erzielen und Raum für seine nachrückenden Teamkollegen zu schaffen.

Im Offensivspiel ist der zentrale Stürmer Anspielstation im Spielaufbau, schafft Räume für seine nachrückenden Kollegen, verschafft seinem Team mit Dribblingaktionen Zeitgewinn und sorgt, natürlich, für Tore.

Auch wenn viele noch immer die Stürmerposition in erster Linie mit dem Toreschießen verbinden, ist das nicht alles, was der vorderste Spieler macht: Setzt der Gegner das eigene Team unter Druck, unterstützt der Mittelstürmer die Defensive, etwa bei Verschiebeaktionen oder beim Pressing. Denn wie Louis van Gaal sagte: „Verteidigung beginnt im Sturm.“

Typische Eigenschaften moderner Stürmer sind Schnelligkeit, Kopfball- und Zweikampfstärke, das Beherrschen aller Abschlusstechniken, gute Ballkontrolle und nicht zuletzt die Fähigkeit, mit Frustrationen umzugehen und sich in Geduld zu üben.

Wussten Sie schon? Von einer „Falsche Neun“ spricht man, wenn sich ein Spieler, der nominell in der vordersten Position spielt, während des Spiels immer wieder zurückfallen lässt und so Sturm und Mittelfeld verbindet. Der Vorteil dieser Taktik: Für die Mittelfeldspieler öffnet sich somit Raum nach vorne, während die Verteidiger der gegnerischen Mannschaft vor ein Dilemma gestellt werden. Folgen sie der Falschen Neun, entstehen Lücken in der Defensive. Folgen sie dem Neuner nicht, kann dieser aus der Tiefe angreifen. Das heute wohl bekannteste Beispiel einer Falschen Neun ist Lionell Messi, der diesen Taktiktrick legendär beherrscht und seine Gegner damit regelmäßig zum Schwitzen bringt.

Berühmte zentrale Stürmer

  • Jürgen Klinsmann: Vor seiner Zeit als Bundestrainer schoss sich Klinsmann in den 1990er Jahren zur Stürmerlegende. Er feierte große Erfolge, etwa den WM-Sieg der DFB-Elf 1990, und erhielt zahlreiche Auszeichnungen; so wurde er etwa 1995 zum „Welttorjäger“ gewählt.
  • Cristiano Ronaldo: Schon als 12-jähriger wurde der Portugiese wegen seines Talents hoch gehandelt, doch spätestens während seiner Zeit beim Real Madrid wurde Ronaldo zu einem der besten Stürmer aller Zeiten.

Exkurs: Spielerpositionen im Jugendfußball

Bei den Jüngsten unter dem Fußballnachwuchs spielen Positionen zunächst noch eine untergeordnete Rolle. Von den Bambinis bis zu den C-Junioren gibt es üblicherweise keine festen Positionen – die Kinder spielen mal als Stürmer, mal als Verteidiger. Denn nur so sammeln sie vielfältige Erfahrungen und bekommen ein Gespür für ihre Schwächen und Stärken.

Junge hat Spaß mit Fußball
Im Kindertraining stehen Spaß und Ausprobieren an oberster Stelle; das Spiel auf einer bestimmten Position wird erst später trainiert.

Ab der D-Jugend wird das Spiel auf bestimmten Positionen wichtiger. Der Trainer entscheidet über die Position, schließlich hat er die Eigenschaften und Stärken seines Teams im Blick. Wichtig ist dabei immer, dass er seine Entscheidung begründet, alle Positionen gleichermaßen wertschätzt und den jungen Spielern so vermittelt, dass die Verteidigerrolle nicht schlechter sein muss als die Stürmer-Position.

Lesen Sie in unserem Magazin, wie Trainer das Kinder- und Jugendtraining im Fußball richtig planen und gestalten. Ex-Bundesligaprofi und Trainer Ingo Anderbrügge verrät außerdem im Interview seine Tipps für ein altersgerechtes Kinderfußballtraining.

Durchblick im Positionsdschungel

Zehner, zentral-defensiver Mittelfeldspieler, Außenverteidiger – bei den vielfältigen Positionsbezeichnungen im Fußball schwirrt einem allzu schnell der Kopf. Sie aber wissen jetzt, was es mit den Fußballpositionen auf sich hat, wer mit „Sechser“ gemeint ist und welche Aufgaben der zentrale Stürmer hat.

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